Interner Bereich
17. Dezember 2020

Pressemitteilung der eaf vom 16.12.2020: Unsicherheit für Familien auch im zweiten Lockdown:

eaf fordert Nachbesserungen

 

Um den Anstieg der Infektionszahlen während der Corona-Pandemie zu senken, haben Bund und Länder eine erneute Schließung von Schulen und Kindertagesstätten bis mindestens 10. Januar 2021 beschlossen. Die evangelische arbeitsgemeinschaft familie (eaf) begrüßt, dass die Bedürfnisse von Familien mit Kindern in den Beratungen stärker berücksichtigt worden sind als noch im Frühjahr und dass die Öffnung der Einrichtungen im Falle der Lockerungen Priorität erhalten soll. Dennoch steht den Familien erneut eine harte Zeit bevor, in der viele Eltern Berufstätigkeit und Kinderbetreuung unter einen Hut bringen müssen.

Dies gilt gerade auch angesichts der aktuell unklaren Regelungen für die Inanspruchnahme von Notbetreuung in einigen Bundesländern. „Der eindringliche Appell, ihre Kinder nach Möglichkeit zu Hause zu betreuen, delegiert eine schwierige Abwägung allein an die Eltern, welche sich dann sowohl gegenüber ihren Arbeitgeber/innen als auch gegenüber der Betreuungseinrichtung erklären und rechtfertigen müssen. Das erhöht den Druck auf Mütter und Väter, die im Lockdown bereits besonders hart gefordert sind.“, so Dr. Martin Bujard, Präsident der eaf.

In den vergangenen Monaten sei es nur unzureichend gelungen, die Regelungen für Eltern zu präzisieren und temporäre Arbeitszeitreduzierungen zu ermöglichen. Bereits am 30. April 2020 habe die eaf in ihrem Positionspapier „Coronavirus und Kindeswohl“ darauf aufmerksam gemacht, dass Homeoffice und die Betreuung von jüngeren Kindern nicht problemlos miteinander vereinbar sind. Weder effektives Arbeiten noch zugewandte Kinderbetreuung seien in dieser Kombination richtig möglich. Auch im Zuge der kürzlich erfolgten Überarbeitung des Infektionsschutzgesetzes habe der Gesetzgeber es versäumt, diese wichtige Klarstellung einzuarbeiten. Bujard stellt fest: „Und so sind Millionen Mütter und Väter erneut darauf angewiesen, dass Arbeitergeber/innen ihnen entgegenkommen oder sie auf Kosten von Schlaf und ihrer Gesundheit die Betreuung der Kinder und Erwerbsarbeit in vollem Umfang leisten. Eine Reduzierung der Arbeitszeit mit finanzieller Kompensation wäre für Eltern hilfreich. Allerdings stehen auch die Arbeitgeber/innen in der Verantwortung: Vorgesetzte müssen Mütter und Väter in der Lockdownphase unbürokratisch und großzügig bei der Vereinbarkeit unterstützen.“

 

Ein PDF der Pressemitteilung steht auch zum Download bereit unter:

https://www.eaf-bund.de/gallery/news/news_332/201216_pm_lockdown_2_0_final.pdf

 

Die evangelische arbeitsgemeinschaft familie e. V. (eaf) ist der familienpolitische Dachverband in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Interessen der Evangelischen Familienbildung werden in der eaf vom Forum Familienbildung vertreten.

19. Mai 2026 CARE-ARBEIT privat - politisch - brisant

digital und online vor Ort

mehr
19. Mai 2026 Unter der Lupe

CARE-Arbeit: privat, politisch, brisant

mehr
09. Mai 2026 100.000 Mütter vor dem Brandenburger Tor

Eine Bewegung für echte Gleichstellung

mehr
06. Mai 2026 „AM RUNDEN TISCH – WAS HAT FAMILIE MIT DEMOKRATIEBILDUNG ZU TUN?“

für alle, die mit Eltern, Kindern und Familien arbeiten, beruflich oder freiwillig engagiert

mehr
black woman preaching
07. April 2026 Sag, was Du denkst!

Predigt-Labor für Frauen

mehr
08. März 2026 Internationaler Frauentag

Für eine gerechte Gemeinschaft

mehr
06. März 2026 Weltgebetstag aktuell

"Kommt! Bringt eure Last."

mehr
26. Februar 2026 Demokratisch vor Ort

Frauen gestalten Gemeinschaft - Weiterbildung

mehr
25. Februar 2026 Frauenmonat März 2026

Was bleibt? Wie Frauen heute arbeiten und wovon sie morgen leben.

mehr