Interner Bereich

Familienorientierung im Hauptbereich

Seit 2021 ist der Hauptbereich Generationen und Geschlechter der Nordkirche mit dem Evangelischen Gütesiegel Familienorientierung zertifiziert.

Das Gütesiegel wurde als Managementinstrument entwickelt und steht als Engagement des Hauptbereichs, die Vereinbarkeit von Familie, Privatleben und Beruf immer weiter zu verbessern.

Mitarbeitende mit Familienaufgaben für zu betreuende Kinder und pflegebedürftige Angehörige werden u. a. durch familienfreundliche Arbeitszeitmodelle, Zuschüssen zur Kinderbetreuung, Austausch über Vereinbarkeitssituationen, Möglichkeiten des Homeoffice unterstützt.

Es geht um eine am Menschen orientierte Personalpolitik, um Fachkräftegewinnung und -bindung und um Zukunftsfähigkeit. Wichtige Punkte sind zudem Arbeitszufriedenheit, Chancengerechtigkeit von Beschäftigten in verschiedenen Lebenslagen, Wertschätzung für die vielfältigen Formen familiärer Verantwortung, Entlastungen im Berufsalltag mit positiver Wirkung im familiären und beruflichen Umfeld sowie transparente Angebote im Hauptbereich. Die Zertifizierung zielt auch auf eine höhere Arbeitgeberqualität im Wettbewerb um die besten Fachkräfte.

„Als Kirche verstehen wir die Stärkung der Familie als urchristliche Aufgabe. Das Gütesiegel spornt uns an, immer weiter nach Verbesserungen für ein familienfreundliches Handeln als Arbeitgeberin zu suchen. Als konstruktive und initiierende Partnerin in der familienpolitischen Diskussion der Landes- und Bundespolitik gehen wir durch die Zertifizierung mit gestärkter Glaubwürdigkeit in die gemeinsame Zukunftsentwicklung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.“

 

Wie definieren wir „Familie“ und „Familienorientierung“?

Als Christ*innen hat der Begriff der Familie für uns eine weite Bedeutung:

Menschen leben viele Formen von Familie. Familie kann überall dort entstehen, wo Menschen verbindlich Verantwortung füreinander übernehmen. Ein solches Verständnis schließt "klassische Familien" und "HerzensFamilien" gleichermaßen ein.

Familienorientierung heißt für uns, dass unsere zu entwickelnden Maßnahmen im Gütesiegel-Prozess die Mitarbeitenden dazu befähigen sollen, diese Beziehung zu leben und den Verbindlichkeiten und der Verantwortung nachkommen zu können, die aus ihr erwachsen.

 

Wie sah der Prozess bisher aus?

Im Herbst 2020 machten wir uns gemeinsam mit allen Mitarbeiter*innen (u.a. durch Befragungen) auf den Weg. Bedarfe des Mitarbeiten wurden mit den betrieblichen Möglichkeiten abgeglichen und einen Maßnahmenkatalog zusammengestellt. Dieser Maßnahmenkatalog wurde im April 2021 in einer Austauschrunde mit den Mitarbeitenden besprochen und reflektiert.  Das Feedback wurde eingearbeitet und der Auditantrag auf den Weg gebracht.

Anschließend prüfte ein externer Auditor unser Vorgehen und die entwickelten Maßnahmen im Juni 2021.

Am 17. September 2021 erfolgte im Rahmen einer Festveranstaltung mit EKD-Ratsvorsitzenden Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm und Maria Loheide, Vorständin Sozialpolitik der Diakonie Deutschland, die Zertifizierung des Hauptbereiches Generationen und Geschlechter.

 

Was passiert aktuell?

Die Arbeitsgruppe kommt 2x jährlich zusammen und reflektiert den aktuellen Stand der Maßnahmenumsetzung. Aktuell wird an weiteren Maßnahmen gearbeitet. Dazu gehören neben der Evaluation von den bestehenden Maßnahmen, auch neue Ideen wie Pflegekoffer an allen Standorten der Hauptbereiche, Mitarbeitende, die als betriebliche Wegweiser Pflege geschult sind oder Führungskräfteworkshop zum Thema „Lebensphasenorientierte Personalpolitik und Personalführung“.

Alle drei Jahre findet eine Re-Zertifizierung statt.

 

Was kann ich tun?

Ihre Erfahrungen einbringen! Ob in einer Befragung einer Austauschrunde - Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen sind gefragt, denn Grundlage der Maßnahmenentwicklung war und sind die Bedarfe der Mitarbeitenden. Darüber hinaus können Sie uns jederzeit kontaktieren und Ihr Expert*innenwissen einbringen.

 

Wie erfahre ich Neuigkeiten?

Wir informieren regelmäßig über den Hauptbereichs-Newsletter, über die Webseite oder im zwischenmenschlichen Austausch.

Zur Arbeitsgruppe gehören: Annika Woydack, Stellvertretende Leitung im Hauptbereich Generationen und Geschlechter, Stefanie Daniel (Verwaltung), Inka Schütt (Personal), Flora Mennicken (Frauenwerk der Nordkirche), Nele Tanschus (Fachstelle Familien), Katrin Schmidt (Gode Tied), Henning Ernst (Männerforum), Martina Heesch (Jugendpfarramt), Nele Bastian (Beauftragte für Geschlechtergerechtigkeit der Nordkirche)

Über Ihre Fragen und Ihr Feedback freuen wir uns sehr: Mail an die Fachstelle Familien