Interner Bereich
27. März 2025

Fast jeder Zweite erlebt Altersdiskriminierung

Eine aktuelle Kurzstudie der Altersdiskriminierungsstelle des Bundes

Altersdiskriminierung kann Menschen in jedem Alter treffen, jüngere wie ältere Menschen. In einer eben erschienenen Kurzstudie wird die Benachteiligung Älterer in den Blick genommen. In Deutschland ist über die Hälfte der Bevölkerung 45 Jahre und älter, fast jede dritte Person ist über 60 Jahre alt, Tendenz: wachsend. Umso mehr gilt es, für Altersdiskriminierung zu sensibilisieren und auf die Bedürfnisse älterer Menschen einzugehen.

Dazu sind repräsentative Daten wichtig, die einordnen können, wie viele Menschen in Deutschland konkret von Altersdiskriminierung betroffen sind. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat im März 2025 mithilfe des Meinungsforschungsinstituts GMS repräsentativ mehr als 2.000 Menschen in Deutschland dazu befragt (Erhebungszeitraum: 11.3. bis 17.3.2025, Methodik: CATI Dual Frame Festnetz/Mobilfunk).

Wie häufig Altersdiskriminierung erlebt wird

Fast jede zweite Person gibt an, schon einmal Altersdiskriminierung erlebt zu haben (45 Prozent). 55 Prozent der Befragten waren der Ansicht, noch nie eine Benachteiligung wegen ihres Alters erlebt zu haben. 26 Prozent erlebten sie selten, 13 Prozent gelegentlich und 6 Prozent der Befragten sogar häufig.

Altersdiskriminierung wird generationenübergreifend erlebt. In den jeweiligen Altersgruppen zeigen sich jedoch Unterschiede. So gibt eine Mehrheit von 52 Prozent der jüngeren Menschen zwischen 16 und 44 Jahren an, Altersdiskriminierung erlebt zu haben. In der Altersgruppe von 45 bis 64 Jahren sind es 43 Prozent und in der Altersgruppe von 65 Jahren und älter 35 Prozent der Befragten. 35 Prozent und damit jede dritte Person über 65 Jahren hat Altersdiskriminierung erlebt.

Dass jüngere Menschen Diskriminierung deutlich häufiger wahrnehmen als ältere, entspricht dem Forschungsstand vergleichbarer Studien. Die Unterschiede werden unter anderem mit einer stärkeren Sensibilität gegenüber gesellschaftlichen und persönlichen Ungleichbehandlungen unter Jüngeren erklärt. Nicht ernst genommen zu werden mit ihren Anliegen oder „zu jung“ für etwas zu sein, erleben Heranwachsende etwa in der Schule, beim Wahlrecht oder bei verwehrten Aufstiegsmöglichkeiten im frühen Erwerbsleben.

Alle Ergebnisse der Studie können Sie hier nachlesen:

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