02. Dezember 2020

10 Jahre Anti-Mobbing-Tag

Schleswig-Holstein hat erstmals 2010 den 2. Dezember zum Anti-Mobbing-Tag ausgerufen. Ziel ist es, gegen Mobbing unter Kindern und Jugendlichen zu aktivieren - möglichst bevor es beginnt.

Ein landesweites Bündnis initiiert Aktionen und Kampagnen gegen Mobbing unter Kindern und Jugendlichen rund um den Anti-Mobbing-Tag. Auch das Landesjugendpfarramt der Nordkirche gehört mit der Evangelische Schüler*innenarbeit zu diesem Bündnis.
Informationen: www.antimobbingtag-sh.de

Die Evangelische Schüler*innenarbeit aus dem Jugendpfarramt ist neben Jugendschutzbeauftragten der Kreise und Städte (Kiel, Flensburg, Lübeck, Neumünster, Nordfriesland, Pinneberg, Plön, Schleswig-Flensburg, Segeberg, Stormarn), dem IQSH, dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren und der Aktion Kinder- und Jugendschutz SH e.V. teil des Bündnisses. Schirmherr ist der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein.

Um Mobbing zu stoppen, sind vor allem pädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte und auch Eltern gefragt. Im Vorwege können jedoch alle, Kinder, Jugendliche und Erwachsene, etwas tun: hinsehen, nicht mitmachen und Hilfe holen, wenn jemand schikaniert wird. Vorbeugung von Mobbing geht nur, wenn alle sich daran beteiligen. Dazu ruft der Anti-Mobbing-Tag jedes Jahr mit Aktionen, Projekttagen und Ideen für Schule und Jugendarbeit auf.

Hinsehen und Handeln!

Ministerpräsident Daniel Günther schickte anlässlich des Jubiläums eine Videobotschaft: „Wichtig ist, dass wir nicht nur heute, sondern auch an allen anderen 364 Tagen im Jahr zusammenhalten und denen zur Seite stehen, die von Mobbing betroffen sind.“ (www.antimobbingtag-sh.de)

Fakt ist, dass in diesen zehn Jahren tausende von Schülerinnen und Schülern in Schleswig-Holstein gegen Mobbing aktiv geworden sind. Sie haben Plakate gemalt, Flashmobs initiiert, Graffities gesprayt, Infostände organisiert, Theaterstücke geschaut und gespielt, Podiumsdiskussionen moderiert, Anti-Mobbing-Kunstwerke ausgestellt, Videos gedreht und vieles mehr.

Für Mobbing gibt es keinen „Lockdown“

Auch in der besonderen Situation der Corona-Pandemie erhalten Jugendschutzbeauftragte und Fachstellen für Prävention etliche Anfragen nach Hilfen gegen Mobbing. Gerade in Zeiten, die von Unsicherheiten geprägt sind, kommen Mobbing-Interessierte zum Zug: Mobbing verspricht „Unterhaltung“, Kontrolle und Macht über andere. Nach wie vor bieten sich analog und digital Gelegenheiten, Grenzen zu überschreiten, und andere bloßzustellen.

Für Schule ist das Organisieren von Unterricht in Corona-Zeiten eine Herausforderung, die oft alle Energien bündelt. Viele Projekte zum Sozialen Lernen fallen in diesem Jahr hinten runter. Auch geplante Aktivitäten in Schulen zum Anti-Mobbing-Tag müssen ausfallen. Doch Vieles ist nach wie vor möglich und wird an Schulen in Schleswig-Holstein am Anti-Mobbing-Tag angeboten.

Landesweiter Plakatwettbewerb

Am 2. Dezember 2020 rufen wir zum zehnten Mal Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein im Alter zwischen 6 und 17 Jahren auf, Plakate zu gestalten und digital einzusenden.

Das Motto im Jubiläumsjahr ist: „Ich bin fair – analog und digital!“

Einsendeschluss ist der 31.03.2021. Macht mit! Vielleicht gewinnt ihr einen der Preise für die Klassen- oder Gruppenkasse.

Passt auf euch und andere auf! - Setzt euch ein für Respekt, Fairness und Vielfalt! - Gebt Mobbing keine Chance!

Informationen: www.antimobbingtag-sh.de

Informationen zur Evangelischen Schüler*innenarbeit unter www.es-nordkirche.de

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