Liebe Mitarbeitende im Hauptbereich Generationen und Geschlechter, liebe Kolleg*innen,
blauer Himmel, grünes Laub und farbenprächtiger Blütenzauber – so präsentiert sich in diesem Jahr der Frühsommer. Und wie in jedem Jahr komme ich aus dem Staunen und Freuen nicht heraus, wie vielfältig sich Gottes Schöpfung darstellt. Ganz besonders im Juni sind es die (Pfingst)Rosen, die den Garten schmücken, aber in schönen Sträußen auch meine Wohnung – immer in Kombination mit dem Frauenmantel, der jede Rose erst so richtig zur Geltung bringt. So vielfältig, bunt und schön präsentiert sich in diesem Newsletter auch das Frauenwerk. Und da das Thema Schöpfung zu ihrem Kernanliegen gehört und es mit dem Projekt lebensräume_gestalten die Artenvielfalt in den Mittelpunkt rückt, ist der Juni genau der richtige Monat, um sich vorzustellen. Ihr werdet staunen, wie groß der Blumenstrauß ist, den die evangelische Frauenarbeit ausmacht! Bevor Ihr jedoch lesen könnt, wie und wo sich die Mitarbeiter*innen im Frauenwerk engagieren, möchte ich drei virtuelle Blumensträuße überreichen. Denn wir werden uns in den nächsten Wochen von drei langjährigen Kolleginnen verabschieden müssen, weil sie sich in ihre nachberufliche Lebensphase begeben werden. Am 5. Juni werden wir Katrin Meuche (Junge Nordkirche), am 2. Juli Birgitt Fitschen (Ökologischer Freiwilligendienst) und am 25. August Petra Müller (Fachstelle Ältere) aus ihrem Dienst entpflichten. Allen dreien möchte ich herzlich danken für ihre jahrzehntelange Treue, ihr hohes Engagement sowie ihre Kreativität, mit der sie in ihrem Arbeitsbereich den Menschen gedient haben. Im Namen aller Kolleg*innen wünsche ich Euch einen gelingenden Übergang in die neue Lebenszeit, von Herzen alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen für die Zukunft! Allen Mitarbeitenden im Hauptbereich Generationen und Geschlechter wünsche ich einen schönen Sommer mit einem Blumenstrauß an Erlebnissen und jetzt viel Freude beim Lesen.
Herzliche Grüße,
Inke Thomsen-Krüger
Im Fokus: Das Frauenwerk
Das Frauenwerk der Nordkirche ist 2012 beim Gründungsfest unserer Landeskirche aus der Taufe gehoben worden - als Fusion aus dem Evangelischen Frauenwerk in Mecklenburg-Vorpommern und dem Nordelbischen Frauenwerk in Kiel. Schon diese beiden Werke haben viel dafür getan, Frauen in und außerhalb der Kirche nicht nur eine Stimme zu geben, sondern auch hörbar werden zu lassen. Hier soll es aber nicht um einen Rückblick gehen, sondern darum, mit welchen Aufgaben und Herausforderungen sich dieser Arbeitsbereich aktuell beschäftigt. Das Team gewährt uns mit diesen Texten einen kleinen Einblick in Themen, die gerade obenauf liegen. Natürlich gäbe es noch viel, viel mehr vorzustellen und zu berichten. Wir hoffen, Ihr findet die Zeit, einmal etwas einzutauchen in die vielfältigen Aufgaben der Kolleg*innen in Rostock, Hamburg und Kiel.
Wer wir sind
Das Team des Frauenwerks besteht aus 11 Kolleg*innen (s. Foto: Team Frauenwerk – es fehlen Julia Ohm, Ruben Gamula, Inga Hillig-Stöven und Juliane Bäthge), die an den Standorten Kiel, Rostock und Hamburg tätig sind. Unser Ziel ist es, Interessen von Frauen* in Kirche und Gesellschaft zu stärken und ihre Stimmen sichtbar zu machen. Wir setzen Impulse zu sozialen, politischen, theologischen und kirchlichen Themen, feiern Gottesdienste und Andachten und bieten Seminare und Fortbildungen für alle Interessierten an – u.a. zu Biografiearbeit und spirituellen Erfahrungsräumen, zum Equal Pay Day, zu Auszeiten in der Natur und Reisen.
In unseren Veranstaltungen geht es um die Themen Feministische Theologie, Weltgebetstag und Ökumene, Transkulturelle Begegnungen, Demokratie und Gedenkstättenarbeit, Geschlechtergerechtigkeit und Frauengesundheit, Engagement gegen Gewalt an Frauen, Frauenreisen & Spiritualität, Bewahrung der Schöpfung und Ehrenamt mit Gestaltungskraft.
Unsere Arbeit ist vielfältig. Einige Bereiche und Aufgaben stellen wir in diesem Newsletter näher vor. Übrigens: Das Frauenwerk ist auch Trägerin der Beratungsstellen contra, cara*SH, Myriam und vom Projekt Zeyna. Sie werden Thema im nächsten Newsletter des Hauptbereichs sein.
Evangelische Frauenarbeit ist heute wichtiger denn je: Sie stärkt Demokratie, Zusammenhalt und Gleichberechtigung. Wenn Demokratie unter Druck gerät, braucht es Räume für Solidarität, Vielfalt und Gleichberechtigung. Genau dafür stehen wir. Ohne mein tolles, engagiertes Team, die vielen motivierten und tatkräftigen Haupt- und Ehrenamtlichen in der Frauenarbeit, den ehrenamtlichen Vorständen der Annemarie-Grosch-Stiftung, dem Beirat und der Frauendelegiertenkonferenz könnte die Arbeit von und für Frauen und letztlich alle Geschlechter nicht gelingen!
Meike Trommler-Müllauer, Leitung
Wir sind gemeinsam unterwegs
Wir sind gut vernetzt mit den Frauenwerken bzw. der Evangelischen Frauenarbeit in den Kirchenkreisen, mit Vertreterinnen der Gemeinden und Beratungsstellen in der Nordkirche. In unserem Biodiversitätsprojekt arbeiten wir eng mit anderen Hauptbereichen und dem Klimabüro der Nordkirche zusammen. Wir sind organisiert in kirchlichen und außerkirchlichen Organisationen und Netzwerken wie der Rassism-Awareness-AG, den interreligiösen Frauentreffen, dem Weltgebetstag, dem Demokratiebündnis „Zusammen bewegen“, den Landesfrauenräten oder dem Bündnis Sorgearbeit fairteilen. Wir beteiligen uns an Kampagnen wie 100.000 Mütter vors Brandenburger Tor oder an Veranstaltungen rund um das Thema „Sexuelle Selbstbestimmung“.
Darüberhinaus sind wir die Landesgeschäftsstelle der Müttergenesung, vernetzen die Kurberatungsstellen und arbeiten eng mit dem Ev. Kurzentrum „Gode Tied“ zusammen.
Gesellschaftspolitische Themen aus Frauensichten: Ein Blick nach innen
„Das gilt aber auch für Männer“
Der Titel des Referats für gesellschaftspolitische Themen im Frauenwerk der Nordkirche klingt sperrig und es gibt Wind aus allen Richtungen. Stärkender Wind von achtern wehte am 9. März 2026 mit der Initiative „Genug ist Genug“. Auch wir haben zum „Streiken“ aufgerufen. Damit wollten wir sichtbar machen, was oft übersehen wird: Viele strukturell begründete Missstände gehen stark zu Lasten von Frauen. So berichtete ich bei einem Arbeitstreffen von den Streikgründen. „Das gilt aber auch für Männer!“, betonte ein Kollege prompt. Ist das Gegenwind oder Flaute? Ich bin irritiert. Will er die Ungleichheiten für Frauen relativieren? Das kann ich mir nicht vorstellen. Ich kenne ihn und weiß: Er setzt sich gegen Rassismus ein. Warum sagt er das? Es geht uns in der feministischen evangelischen Frauenarbeit nicht darum, Männer zu entwerten. Es geht darum, soziale, lokale und globale Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten u.a. bei Löhnen, Renten, Care-Arbeit sichtbar zu machen und darüber mithilfe von Bildungsformaten, Gremien und Netzwerkarbeit zu sensibilisieren. Im besten Fall setzt das Änderungen in Gang. Am Ende des Tages nützt Geschlechtergerechtigkeit uns allen. Entspanntere Familien, weniger Altersarmut, mehr wirtschaftliche Stärke und Klimagerechtigkeit, weniger Gewalt, bessere care-ethische Entscheidungen und ein respektvolleres Zusammenleben.
Von außen betrachtet, verbinden viele Menschen “die Kirche” mit patriarchalen, restriktiven Normen statt mit der Vielfalt religiöser Stimmen, die Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit fordern. Umso wichtiger ist es, dass wir als Kirche Feminismus auch öffentlich solidarisch unterstützen.
Gisela Best Referentin im Frauenwerk für gesellschaftspolitische Fragen aus Frauensichten #LandtagswahlMV2026 #sozialegerechtigkeit #sorgearbeitfairteilen #selbstbestimmung #safeabortion
Natur und Spiritualität für Frauen
Ich bin unter anderem zuständig für den Bereich „Natur und Spiritualität“. Dazu gehören Seminare und Reisen rund ums Pilgern und Auszeiten in der Natur, in diesem Jahr wird beispielsweise ein Seminar auf Hallig Hooge stattfinden. Dort tauchen wir in das besondere Leben auf der Hallig und in den Rhythmus der Gezeiten ein, nehmen uns bewusst Zeit für Ruhe, Natur und Begegnung. Wie wird es sich anfühlen, einige Tage auf einer Hallig zu sein? Auf der Peterswarf im Nationalpark-Seminarhaus Hooge werden wir diesen einzigartigen Naturraum unmittelbar erleben – zwischen Himmel, Meer, Wind und Weite. Uns erwarten gemeinsame Auszeiten, Exkursionen, Gespräche und stille Momente. Außerdem werden wir die Hallig bei einer Führung näher kennenlernen, gehen bei einer Wattwanderung den Fragen rund um den Klimawandel im Wattenmeer nach und erfahren mehr zum neuen Klimaprojekt „lebens_räume_gestalten global verbunden lokal aktiv“.
Julia Ohm, Referentin Naturspiritualität, FrauenÖkumene und Weltgebetstag
Ein Jahrhundert Internationaler Weltgebetstag der Frauen
2027 gibt es den internationale Weltgebetstag der Frauen (WGT) seit 100 Jahren! Frauen engagieren sich weltweit über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg für Frieden, Gerechtigkeit und ein würdiges Leben für Mädchen und Frauen. Der Jubiläumsgottesdienst „Für Gerechtigkeit und Frieden – 100 Jahre Weltgebetstag“ wird am 5. März 2027 in mehr als 150 Ländern gefeiert. In der Nordkirche wird das Jubiläum zusätzlich mit drei großen Veranstaltungen begangen: Den Auftakt bildet am 26.September 2026 von 11 bis 15 Uhr ein Festgottesdienst in der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Sanitz. Am 9. April 2027 gibt es ein WGT-Mitmachkonzert in der St-Petri-Kirche Hamburg, am 24. April 2027 findet ein WGT-Fest in Schleswig statt. 100 Jahre WGT wären ohne das Engagement vieler, meist ehrenamtlicher Frauen nicht möglich gewesen. Wir freuen uns, wenn viele dieses Jubiläum mit uns feiern. Infos und Anmeldung: https://www.frauenwerk-nordkirche.de/veranstaltungen/weltgebetstag-1/
Unter der Lupe: Care. Ein Stadtspaziergang in Güstrow
Wir suchen das Gespräch – direkt auf der Straße in Güstrow, am 2. Juni von 14 bis 18 Uhr, bei Kaffee und Kaltgetränken, mit einer respektvollen und christlich geprägten Haltung. Im Rahmen unserer Reihe „Solidarische Gesellschaft“ möchten wir mit Menschen über Care-Arbeit ins Gespräch kommen: Wer ist da, wenn ich einsam bin? Wer kümmert sich im Sozialraum? Welche Rolle spielen Erziehung, Bildung und Pflege in den bevorstehenden Landtagswahlen in M-V? Wie sieht der Alltag der Menschen aus, denen wir an diesem Tag begegnen? Zugleich möchten wir darüber sprechen, wie Toleranz und Meinungsvielfalt gestärkt werden können – und wie wir rechtspopulistischen Positionen, die beides infrage stellen, konstruktiv und wirksam entgegentreten. Was gibt Kraft? Was macht Mut? Darüber wollen wir ins Gespräch kommen.
Das neue Projekt „lebens_räume_gestalten global verbunden lokal aktiv“
Esist das Nachfolgeprojekt von „Mut wächst“ und „Vielfalt wächst“: In den kommenden zwei Jahren wird es weiterhin um den Schutz der Biodiversität als eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit gehen. Der Schutz und die Gestaltung von lebens_räumen, auch aus der globalen und feministischen Perspektive, steht diesmal im Zentrum unserer Bildungs- und Vernetzungsarbeit. In der gesamten Nordkirche planen wir Exkursionen, Seminare, Workshops, Praxis-Projekte sowie zwei Multiplikator*innen-Ausbildungen. Wir richten uns an alle Interessierte im kirchlichen, privaten, zivilgesellschaftlichen und kommunalen Bereich auf dem Gebiet der Nordkirche.
In Kiel wird wieder Dr. Inga Hillig-Stöven das Projekt koordinieren. In Rostock arbeitet unsere neue Kollegin Juliane Bäthge für das Projekt. Zeitnah findet ihr weitere Informationen zum „lebens_räume_gestalten“- Projekt unter www.klima-erden.de
Rückblick: 100.000 Mütter vor das Brandenburger Tor
Am 10. Mai 2026 kamen Tausende Mütter in Berlin zusammen, um bei der 100.000 Mütter Demonstration ihre Stimmen zu erheben. Es war ein starkes und emotionales Ereignis. Die Demonstration hat gezeigt, wie wichtig es ist, dass Mütter zusammenkommen. Dabei ist es egal, aus welchem Land oder welcher Kultur. Die Demonstration hat deutlich gemacht, dass Mütter einerseits ähnliche Wünsche und Probleme haben, andererseits jede Mutter unterschiedliche Erfahrungen macht. Besonders Mütter mit Migrationshintergrund erleben viele Herausforderungen in Deutschland. Viele migrantische Mütter kennen ihre Rechte in Deutschland nicht. Sie wissen oft nicht, welche Möglichkeiten und Unterstützung es für sie gibt. Sprachprobleme und fehlende Informationen machen den Alltag als Mutter schwer. Dadurch fühlen sich viele Frauen allein oder ausgeschlossen. Dies waren wichtige Gründe für mich, die "EVA Transkulturelle Group" zu gründen. Die Gruppe gibt Müttern mit Migrationshintergrund einen Raum, um offen zu sprechen, Erfahrungen zu teilen und sich gegenseitig zu unterstützen. Mein Wunsch war, dass die Frauen aus unserer Gruppe nach Berlin reisen und an der Demonstration teilnehmen. Leider hatten wir nicht genug Geld, um die Reise für alle Frauen zu organisieren. Aber wir geben nicht auf. Wir werden weiter daran arbeiten, Geld zu sammeln, damit im nächsten Jahr mehr Frauen nach Berlin reisen und ihre Stimmen hörbar machen können. Ein weiteres schönes Highlight der Demonstration war die große Unterstützung durch Männer und Kinder. Viele kamen zur Demonstration, um ihre Solidarität zu zeigen. Mutterschaft ist nicht nur ein Thema für Frauen, sondern für die ganze Gesellschaft. Wenn wir Mütter unterstützen, unterstützen wir auch Familien und Kinder.
Wenn Mütter zusammenstehen, werden ihre Stimmen stark und wichtig. Gemeinsam können wir weiter für Gleichberechtigung, Respekt, Integration und bessere Chancen für alle Mütter kämpfen.
Delphine Takwi, Referentin Transkultureller Dialog und Müttergesundheit
Erfolgreiche „ÖkoFaire Einrichtung“
Auf Initiative des Frauenwerks nahm der Standort in Rostock erfolgreich an der Aktion „ÖkoFaire Einrichtung“ teil und hat damit sein eigenes Handeln in Bezug auf Nachhaltigkeit und fairen Einkauf überprüft. Im Häktweg sind Mitarbeiter*innen aus der Jungen Nordkirche, der Fachstellen Ältere und Familie, der Erwachsenenbildung, des Frauenwerks und der Verwaltung in einer aktiven Bürogemeinschaft vereint. Nach außen können sie nun mit dieser Auszeichnung glaubhaft ihren eigenen Anspruch deutlich machen und weitere Einrichtungen ermutigen, sich der Aktion anzuschließen. Inke Thomsen-Krüger hat die Selbstverpflichtungserklärung für die „ÖkoFaire Einrichtung“ unterzeichnet und ist überzeugt: „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung sind zentrale Ziele unseres Handelns, die mit Klimaschutz, Klimagerechtigkeit, Demokratieförderung und gesellschaftlichem Frieden untrennbar verbunden sind.“ Aus 11 Themenbereichen identifiziert eine Einrichtung die für sie relevanten Themenbereiche. Daraus wird dann mindestens ein Drittel der möglichen Maßnahmen umgesetzt. „Viele Maßnahmen waren schon selbstverständlich und wurden bei der Gesamtbewertung mitgezählt. Für einiges war die Zertifizierungsaktion Anlass, sich beispielsweise mit dem eigenen Einkauf, dem Mobilitätsverhalten oder dem Energieverbrauch auseinanderzusetzen.
Das Thema Nachhaltigkeit wird mittlerweile in allen Arbeitsbereichen berücksichtigt. Während eine vegetarische Verpflegung bei Veranstaltungen schon länger üblich war und Tee und Kaffee aus Fairem Handel stammten, wird nun beispielsweise konsequent auf die Verwendung von Papier mit "Blauem Engel" und ökologischer Reinigungsmittel geachtet. „Die Umsetzung der geplanten Maßnahmen brauchten ein wenig Zeit. Sie waren aber alle gut machbar, wurden ernst genommen und sind jetzt vor allem langfristig verankert“, freut sich die Referentin für Nachhaltigkeitsfragen im Kirchenkreis Mecklenburg, Regina Möller. Die Auszeichnung „ÖkoFaire Einrichtung“ wird von der Nordkirche an Einrichtungen verliehen, die nachhaltig, umweltfreundlich und sozial gerecht handeln.
Gisela Best, Referentin Gisela ist Ansprechpartnerin für die Aktion und beantwortet gern Fragen dazu.
Was macht eigentlich die Frauendelegiertenkonferenz?
Das Gremium der Frauenarbeit - Impulse, Beratung, Beschlüsse
Zweimal im Jahr tagt die Frauendelegiertenkonferenz der Nordkirche. Bei den Treffen werden die Grundsätze der landeskirchlichen Frauenarbeit beraten. Hier wird diskutiert und entschieden, welche gesellschafts-, kirchenpolitischen oder theologischen Themen vertieft werden sollen. Damit bereichert das Gremium den Diskurs zu wichtigen und aktuellen Themen, bringt aber auch Missstände zur Sprache, die ansonsten oft nicht genügend Aufmerksamkeit bekommen. Regelmäßig erarbeitet es Stellungnahmen oder verabschiedet Resolutionen, um seinen Forderungen zum Beispiel nach mehr Geschlechtergerechtigkeit Nachdruck zu verleihen. Aktuelle Themen sind beispielsweise der Klimawandel, die Auseinandersetzung mit Parität im Wahlrecht, mit Care-Themen oder die Diskussion um §218 StGB.
Das Bild entstand bei der Tagung der FdK im Okober 2025 auf der Flussschifferkirche in Hamburg
Nachdem die einwöchige Pilgerreise Anfang Mai mit täglichen Etappen von Ort zu Ort im Harzvorland sehr gute Rückmeldungen hatte, gibt es schon erste Pläne für das nächste Jahr. Auch drei Segelreisen für 2027 - wie immer mit großer Nachfrage - haben schon feste Termine.
Gerade segelt noch bis zum 5. Juni eine FrauenReisen-Gruppe auf dem Traditionssegler "Engelina" durch die Schlei und in der dänischen Inselwelt. Am 26. Juli startet der mit 26 Frauen ausgebuchte Großsegler "Regina Maris" ab Kiel mit einem Törn durch die sogenannte "Dänische Südsee" und im September geht es raus aus dem Alltag mit einer ebenfalls bereits ausgebuchten Auszeit " Unterm Segen segeln" auf dem historischen Traditionssegler "Amazone".
Interview mit Barbara Hoffmann-Fette, neue Referentin mit Standort Hamburg
Sie gehört fest zum Team des Frauenwerks, hat aber bis vor kurzen von außen darauf geblickt: Barbara Hoffmann-Fette ist Pastorin und seit 1. März unsere neue Kollegin als Referentin für feministische und geschlechtersensible Theologie. Was könnte besser passen, als ihr ein paar Fragen zu stellen und ihre Perspektive kennen zu lernen?
Liebe Barbara, warum war das Frauenwerk der Nordkirche für Dich so interessant, dass Du hier arbeiten und mitwirken wolltest? Das Frauenwerk der Nordkirche setzt sich dafür ein, dass Frauen* eine starke Stimme haben. Das finde ich total wichtig. Wir leben ja heute in einer Zeit, in der frauen*politisch einiges auf dem Spiel steht. Es gibt antifeministische Strömungen. Manche möchten Frau am liebsten wieder am Herd sehen, in der „klassischen“ Rollenverteilung. Dahinter steckt bestimmt viel Verunsicherung. Aber die populistische Idee, die Flucht in eine angeblich heile Vergangenheit könne da Abhilfe schaffen, ist schlicht falsch. Dass patriarchale Muster wieder stärker greifen, macht mir Sorgen, weil sie auch ein Ermöglichungsgrund für Gewalt gegen Frauen* sind, analog wie digital. Die Frauenbewegung hat so viel erreicht. Manches ist gerade erst im Werden. Da darf es auf keinen Fall Rückschritte geben. Dagegen müssen wir aufstehen. Mit seinen Angeboten unterstützt das Frauenwerk Frauen* darin, ihren Glauben als hilfreiche Ressource in den Herausforderungen ihres Alltags zu entfalten. Dazu dienen auch feministisch-theologische Workshops. Und genau auf diese Bildungsarbeit habe ich große Lust.
Wie hast Du das Frauenwerk wahrgenommen, bevor Du Dich beworben hast? „Von außen“ sind mir als erstes die Beratungsstellen Contra, Cara*sh und Myriam aufgefallen. Mit ihnen setzt das Frauenwerk der Nordkirche aus meiner Sicht ein starkes gesellschaftspolitisches Signal. Hier münden feministisch-theologische Überzeugungen in konkrete, praktische Lebenshilfe für Frauen*. Das Frauenwerk "sagt" nicht nur....
Jeweils um 12.30 Uhr in der Kapelle. Über eine rege Beteiligung freuen wir uns! Herzliche Grüße Julia Ohm
Newsletter - Infos zu Versand und Veranstaltungen
Wie immer gilt: Schickt uns gerne Informationen zu Veranstaltungen, die in den nächsten 3 Monaten nach Erscheinen des jeweiligen Newsletter (1. September/ 1. Dezember) stattfinden. Bei Fragen meldet Euch bei Kirsten Larsen oder Inke Pohl. Wir unterstützen gerne. Danke für die Mitarbeit!
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