Liebe Mitarbeitende im Hauptbereich Generationen und Geschlechter, liebe Kolleg*innen,
die diesjährige Fastenaktion der evangelischen Kirche hat das Motto: Mit Gefühl! 7 Wochen ohne Härte. Mich hat dieses Thema sehr angesprochen und ich finde es klug gewählt in einer politisch aufgeladenen Zeit, in der die Auseinandersetzungen mit einer neuen Härte geführt werden, die beängstigend und befremdlich ist. Aber Hand aufs Herz: Wie oft sind wir auch hart gegen uns selbst, beißen die Zähne zusammen, obwohl wir uns eigentlich gerne einmal gehen lassen würden, weil uns alles zu viel wird? Es ist über die letzten Jahrzehnte in unserer Kirche wieder eine gute Tradition geworden, die Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostern zu nutzen, um mit einem Verzicht oder einer bewussten Umstellung im eigenen Tagesablauf Möglichkeiten der Veränderung für sich wahrzunehmen und einzuüben. Und oft behält man etwas bei, weil man merkt, dass es einfach guttut. Gefühle zu zeigen, tut es auf jeden Fall! Mit viel Gefühl und dadurch mit großem Erfolg hat Petra Müller in den vergangenen Jahren in der Fachstelle Ältere gewirkt. Vielen Menschen hat sie geholfen, Wege in den Ruhestand zu finden. Bald steht für sie dieser Lebensabschnitt bevor. Doch vorher gibt sie uns noch einmal Einblick in ihre Arbeit. Herzlichen Dank dafür und für die segensreiche Arbeit im Hauptbereich! Bevor die Bühne des Newsletters Petra Müller gehört, möchte ich Euch noch einen Beschluss der Leitungsrunde mitteilen: Nach ausführlicher Diskussion und in Reaktion darauf, wie das Format „Auf einen Kaffee“ wahrgenommen wurde, haben wir beschlossen, es wieder aufzugeben. Wir haben erkannt, dass dieses Format zwar informativ, wegen der Uhrzeit aber dennoch viele nicht erreicht hat. Auch haben wir die Rückmeldung erhalten, dass es zu sehr durchgetaktet war. Es ließ kaum Luft zum Atmen, so schnell sind wir durch die Themen gegangen. Wir sind jetzt auf der Suche nach einem anderen Weg, um uns gegenseitig zu informieren und das Wir-Gefühl zu stärken. Der Newsletter ist es auf jeden Fall und ich danke Inke Pohl und Kirsten Larsen dafür, dass sie ihn wieder auf den Weg gebracht haben.
Viel Freude beim Lesen dieser neuen Ausgabe!
Herzliche Grüße,
Inke Thomsen-Krüger
Die Fachstelle Ältere der Nordkirche stellt sich vor
Ausgangssituation
Im Jahr 2005 reagierte die Synode der Nordelbischen Kirche vorausschauend auf den sich abzeichnenden Megatrend des „Demografischen Wandels“ und die mittlerweile fundamentalen Veränderungen des Alterns. Erklärtes Ziel war, Kirche und kirchliche „Seniorenarbeit“ demografiefest, attraktiv und zukunftsfähig zu machen. Ein Jahr später hat die Synode den Auftrag und das inhaltliche Konzept für dieses neue Fachfeld „Ältere Menschen“ verabschiedet. Der Schwerpunkt sollte deutlich auf dem „Dritten Lebensalter“ liegen. Für zwei Jahre war die neu eingerichtete Stelle erst einmal an den Bereich Erwachsenenbildung im PTI angedockt. Mit Gründung der Hauptbereiche sollte sie zum Hauptbereich „Männer, Frauen, Jugend“ übergehen und neu ausgeschrieben werden. Das war 2009 – und damit auch der Arbeitsbeginn von Petra Müller. Nach Gründung der Nordkirche wurde der Bereich im Jahr 2014 mit Nele Tanschus (100 %) und Mechthild Karopka (25 %) personell verstärkt. Durch Elternzeiten und die Versetzung von Nele Tanschus in die Fachstelle Familien und durch das Ausscheiden von Mechthild Karopka war die Fachstelle Ältere die längste Zeit dann doch nur mit einer Stelle besetzt.
Den Wandel gestalten: Unser Auftrag
Den Wandel gestalten – mit diesem Slogan, der unser Auftrag ist, gingen wir 2009 an den Start. Der Wandel dauert bis heute an, aktueller als jetzt war er noch nie und es gibt weiterhin viel in diesem Feld zu tun. Unsere Kernaufgabe besteht fort. Die Arbeit der Fachstelle Ältere der Nordkirche geschieht insbesondere über die Wahrnehmung der aktuellen Fachdiskussion, die Arbeit mit Multiplikator*innen, über Netzwerkarbeit, Bedarfserhebung, -planung und Angebotsentwicklung von Fort- und Weiterbildung, Fachberatung, Konzeptentwicklung und Seminararbeit mit Menschen im dritten Lebensalter, aber auch durch Fachtagungen, die gesellschaftlich relevante Themen in den öffentlichen Diskurs bringen.
Der Entwicklung der Fachdiskussion und der Nordkirche haben wir auch über die Jahre unseren „Namen“ angeglichen. Aus der „Beauftragten für Seniorenarbeit“ wurde die Fachstelle Alter. Die Betonung auf Fachstelle war uns wichtig, denn wir wollten deutlich machen, dass wir für Kirchenkreise und Kirchengemeinden eine Servicestelle sind. Zum anderen ist der Begriff „Senioren“ heute nicht mehr attraktiv und schließt die Menschen im dritten Lebensalter nicht mit ein. Später merkten wir, dass der Begriff Alter auch nicht positiv gehört wird. Daher firmierten wir 2020 noch einmal um und machten auch noch deutlich, dass wir Nordkirche sind. So wurden wir schließlich die „Fachstelle Ältere der Nordkirche“. Unser nordkirchenweites Netzwerk, zu dem ca. 20 Fachkolleg*innen aus den Kirchenkreisen und der Diakonie gehören, wählte eine weitere Namensvariante: „Netzwerk Älterwerden der Nordkirche“.
Unsere Veranstaltungen und weitere Infos sind auf unserer Homepage www.aeltere-nordkirche.de einzusehen. Viel Freude beim Stöbern.
Qualifizierungskurs "älterwerden.endlich.leben" - eine ökumenische Qualifizierung in zwölf Modulen für die Arbeit mit älteren Menschen
Hervorzuheben ist die modulare Fortbildung „älterwerden.endlich.leben“ – eine ökumenische Qualifizierung in zwölf Modulen für die Arbeit mit älteren Menschen. Der Kurs richtet sich an Hauptamtliche und ehrenamtlich Engagierte. Er besteht aus sechs digitalen und sechs Präsenzseminaren in verschiedenen Regionen im Nordwesten Deutschlands.
Von der dritten Lebenszeit, der Eh-schon-da-Generation und einer Insel zum Verlieben
Ein Interview mit Petra Müller Liebe Petra, Du bist seit 17 Jahren Referentin in der Fachstelle Ältere der Nordkirche. Wir nehmen wahr, dass Du mit viel Herzblut dabei bist. Warum kannst Du sagen, dass Du einen tollen Beruf hast? Für die kirchliche Arbeit mit Älteren schlägt schon sehr lange mein Herz. Ich hatte mich in diesen Bereich schon als Studienleiterin am PTI der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland eingearbeitet, obwohl es gar nicht mein eigentlicher Schwerpunkt war. Noch heute ist es für mich ein Glücksfall und Gottesgeschenk, dass mir damals zufällig die Stellenausschreibung der Nordelbischen Kirche über den Weg gelaufen ist. Ich schätze es sehr, dass ich eigeninitiativ und mit großen Gestaltungsräumen das Themenfeld bearbeiten kann. Ich kann vieles entwickeln, vor allem Fort- und Weiterbildungsformate. Netzwerke sind für diese Arbeit unverzichtbar; daher arbeite ich sehr gerne vernetzt und habe auch eigene Netzwerke aufgebaut. In meinen Seminaren kann ich Menschen ein Stück auf ihrem persönlichen Weg begleiten. Lebensgeschichten zu hören, bereichert sehr. Und nicht zuletzt: Ich wollte von Beginn an bei der Kirche arbeiten – nun habe ich es auf 41 Jahre im kirchlichen Dienst verschiedener Landeskirchen gebracht. Wäre ich noch einmal Studien- und Berufsanfängerin, würde ich jederzeit wieder diesen Weg einschlagen. Hier weiterlesen
Wie geht es weiter?
Am 1. September beginnt für Petra Müller die passive Phase der Altersteilzeit. Wir wünschen schon jetzt alles Gute für diese „dritte Lebenszeit“, freuen uns aber, dass es noch ein paar Monate dauert. Und schon jetzt vormerken: Die Verabschiedung wird am Dienstag, den 25. August 2026 um 14 Uhr in der Pauluskirche in Kiel stattfinden. Ab 1. September wird Nele Tanschus, derzeit in der Fachstelle Familie tätig, mit einem Stellenanteil von 50% in die Fachstelle Ältere wechseln. Auch der andere Stellenanteil soll wiederbesetzt werden.
Veranstaltungen der Fachstelle Ältere
Bildungsurlaub „Kursbestimmung – Orientierung finden am Ende der Erwerbsarbeit“
01. – 06.03.2026, Borkum
Praxiswerkstatt - Ideen, Projekte und Konzepte für eine innovative Arbeit mit Älteren
Modul 12 des Qualifizierungskurses „älterwerden.endlich.leben“
19. – 20.03.2026, Hannover
Ostbiografien
Klausur des Netzwerkes Älterwerden der Nordkirche
Referentin: Dr. Hansi-Christiane Merkel
19.-20.05.2026, Güstrow
Der tägliche Spagat und wie es gelingen kann – Thesen und Tipps zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Pflegeaufgaben
Referentin: Bärbel Theis
27.05.2026, 17.00 – 19.00 Uhr, digital
Infoveranstaltung zum Qualifizierungskurs „älterwerden.endlich.leben“ 2026-2028
01.06.2026, 17.00 – 19.00 Uhr, digital
Neues Format: "Unter der Lupe" - Care
Mit der neuen Veranstaltungreihe "Unter der Lupe" wollen wir gesellschaftlich aktuelle und brisante Themen beleuchten. Im Fokus steht in diesem Jahr die Fürsorge-Arbeit. Beteiligt sind mehrere Werke und Fachstellen des Hauptbereichs. Zwischen Mitte Mai und Mitte Juni finden zu dem Thema elf Veranstaltungen statt. Das wird bestimmt sehr spannend und schafft viele neue Impulse zum Weiterdenken und Weiterarbeiten. Los geht es am 19. Mai digital um 19.30 Uhr mit der Lesung "Die Erfindung der Hausfrau" und anschließendem Gespräch mit der Autorin und Kulturwissenschaftlerin Evke Rulffes. Alle Veranstaltungen und mehr Infos sind auf der Seite https://www.hb5-nordkirche.de/aktuell/unter-der-lupe/ zu finden.
Termine Andachten im EZG, Kiel
Montag, 2. März
April ist noch offen
Mittwoch, 6. Mai
Mittwoch, 17. Juni
Jeweils um 12.30 Uhr in der Kapelle. Über eine rege Beteiligung freuen wir uns! Herzliche Grüße Julia Ohm
Newsletter - Infos zu Versand und Veranstaltungen
Leider war der Verteiler des letzten Newsletters nicht vollständig, wir haben ihn überarbeitet. Wer noch nicht die Dezember 2025 Ausgabe mit der Vorstellung vom JAW erhalten hat: Hier ist eine Kopie Newsletter Dezember 2025 Wie immer gilt: Schickt uns gerne Informationen zu Veranstaltungen, die in den nächsten 3 Monaten nach Erscheinen des jeweiligen Newsletter (1. Juni/ 1. September/ 1. Dezember) stattfinden. Bei Fragen meldet Euch bei Kirsten Larsen oder Inke Pohl. Wir unterstützen gerne. Danke für die Mitarbeit!
Bitte schickt Änderungen eurer Mailadressen gerne an newsletter@hb5.nordkirche.de und nennt uns gerne die Mailadressen neuer Mitarbeitenden, damit alle den "Internen Newsletter" erhalten.